Biografien

Arsalan Abedian
© Ghazaleh Ghazanfari

Arsalan Abedian wurde in Teheran (Iran) geboren und erhielt seine erste musikalische Ausbildung auf der Santur, einem traditionellen persischen Instrument, bei Omid Sayareh. Sein Kompositionsstudium begann er in Teheran und setzte es an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover fort, wo er neben einem weiteren Masterabschluss auch das Konzertexamen der Soloklasse absolvierte. Zu seinen prägenden Lehrpersonen zählen unter anderem Joachim Heintz, Kiawasch Sahebnassagh, Oliver Schneller, Ming Tsao und Gordon Williamson.

Als Komponist, Veranstalter und Mitglied der Yarava Music Group ist Abedian seit vielen Jahren an einer Vielzahl von Konzerten, Projekten und künstlerischen Formaten der zeitgenössischen Musik beteiligt. In Teheran gründete er das Label Contemporary Music Records und war Mitinitiator des ersten Wettbewerbs für elektroakustische Musik im Iran, der Reza Korourian Awards, bei dem er auch als Jurymitglied und Herausgeber tätig war. Seine Werke wurden von namhaften Festivals und Ensembles in verschiedenen Ländern aufgeführt.

Abedians kompositorisches Schaffen umfasst Werke für unterschiedliche Besetzungen ebenso wie elektroakustische Musik und Klanginstallationen. In manchen Arbeiten basieren Materialwahl und Struktur auf numerischen Reihen, deren Kombinationen und Relationen klanglich umgesetzt und in kompositorische Parameter transformiert werden. Andere Stücke integrieren theatrale Elemente, neue Aufführungssituationen, räumliche Aspekte sowie Bewegungen der Interpret*innen. Einige Werke erkunden neue Klangfarben, indem sie traditionelle Instrumente mit unkonventionellen, teils absurden Spieltechniken und dadaistisch anmutenden Ausdrucksformen verbinden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit Umgebungsgeräuschen, Alltags- und Objektklängen als kompositorischem Material, was insbesondere in seinen elektroakustischen Werken zum Tragen kommt. Inspiriert wird seine Musik zudem von moderner iranischer Literatur – etwa von Sadegh Hedayat – sowie von poetischen und literarischen Texten, unter anderem von Kurt Schwitters.

https://www.arsalanabedian.com/
Konzerte mit
Arsalan Abedian
Peter Ablinger
© Sigrid Ablinger

"Die Klänge sind nicht die Klänge! Sie sind da, um den Intellektabzulenken und die Sinne zu besänftigen. Nicht einmal das Hörenist das Hören: Das Hören ist das, was mich selbst erschafft." Der1959 in Schwanenstadt, Österreich geborene Peter Ablinger ist, sohat es Christian Scheib einmal formuliert, ein "Mystiker derAufklärung", dessen "Anrufungen und Litaneien auf das Erkennenabzielen". Gleichzeitig ist der Komponist, der - nach einemGraphikstudium - bei Gösta Neuwirth und Roman Haubenstock-Ramatistudierte und seit 1982 in Berlin lebt, ein Skeptiker, der um diedurch Tradition aufgezwungenen kulturelleen Spielregeln und(schlechten) Angewohnheiten weiß: "Spielen wir also weiter undsagen: Die Klänge sind da, um zu hören (- nicht um gehört zuwerden. Das ist etwas anderes.). Und das Hören ist da, umaufzuhören. Mehr weiß ich auch nicht." (Christian Baier)

Peter Ablinger starb am 17. April 2025 in Berlin.

Konzerte mit
Peter Ablinger
Carola Bauckholt
© Astrid Ackermann

Carola Bauckholt wurde 1959 in Krefeld geboren.Nach mehrjähriger Mitarbeit im Krefelder Theater am Marienplatz (TAM) studierte sie von 1978 bis 1984 an der Musikhochschule Köln bei Mauricio Kagel. 1985 gründete sie mit Caspar Johannes Walter den Thürmchen Verlag, 1991 das Thürmchen Ensemble.​Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, z.B. 1986 das Bernd Alois Zimmermann Stipendium der Stadt Köln oder 1997 den Aufenthalt in der Villa Massimo in Rom. 1998 wurde sie mit dem Künstlerinnenpreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet und 2010 wurde ihr in der Kategorie Experimentelle Musik der Deutsche Musikautorenpreis der GEMA verliehen. 2019 erhielt sie den "Best Sound Design Award" des London International Animation Festival für "Die Flunder" in Zusammenarbeit mit Elizabeth Hobbs und dem Klangforum Wien.  Für 2021 wurde sie zu einer Residenz in der Villa I Tatti in Florenz eingeladen und 2022 in die Villa Aurora in Los Angeles. 2019 gab das Ensemble Dal Niente ein Portrait von ihr in Chicago, 2023 war sie Portraitkomponistin bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik und 2024 wurde sie vom International Contemporary Ensemble in einem Porträtkonzert in New York City vorgestellt. Ihre Doppel-CD mit Orchesterwerken wurde für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert (Maria de Alvear World Edition) und gewann 2025 den „Abbiati Prize for Recordings“ in Cremona. Im Oktober 2025 wurde sie mit dem Louis Spohr Preis der Stadt Braunschweig ausgezeichnet.​Als Gastdozentin wirkte sie in Santiago di Chile (2010 und 2014), Ostrava Tschechische Republik (2011 und 2013), Amsterdam (2012 und 2014), Krakau (2012), Zürich (2012), Apeldoorn (2013), Kiev (2013) Oslo (2014, 2015, 2024), Mexiko City (2014), Monterrey (2015), London (2015), Moskau und Tschaikovsky City (2016), Valencia (2018), Barcelona (2018, 2021, 2025) Bludenz (2018, 2019), Haifa (2019) Chicago (2019, 2022), Luxembourg (2020), Graz (2021, 2025), Cambridge, Huddersfield, Scotland (2021), Los Angeles (2022), New York (2022), Stockholm (2022), Oulu/Finland (2023), Glasgow (2024), Boswil (2024), Basel (2024, 2025), Tel Aviv (2024), Trento (2025), Madrid (2025) und im Inland.2013 wurde sie zum Mitglied der Akademie der Künste in Berlin gewählt, seit November 2021 ist sie Direktorin der Sektion Musik. 2015 wurde sie zur Professorin für Komposition / Schwerpunkt zeitgenössisches Musiktheater an die Anton Bruckner Privatuniversität in Linz, Österreich berufen und ging 2024 in Pension. 2020 wurde sie zum Mitglied der Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste gewählt. Ein zentrales Moment der Werke von Carola Bauckholt ist das Nachdenken über das Phänomen der Wahrnehmung und des Verstehens. Ihre Kompositionen vermischen oft Elemente aus visueller Kunst, Musiktheater und konzertanter Musik. Dafür bedient sie sich gerne geräuschhafter Klänge, die oft mit ungewohnten Mitteln erzeugt werden und nicht in ein vorgegebenes Kompositionsraster eingearbeitet, sondern in ihrer freien Entfaltung beobachtet und fortgeführt werden.

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Carola Bauckholt
Ashkan Behzadi

Ashkan Behzadi (geb. 1983), Preisträger des Academy of Arts and Letters Award 2026, des Ernst-von-Siemens-Komponistenpreises 2025 sowie Guggenheim-Stipendiat für Musikkomposition 2021–2022, ist ein iranisch-kanadischer Komponist, der in New York lebt. Er erwarb seinen DMA in Komposition an der Columbia University, wo er bei Fred Lerdahl, George Lewis und Georg Friedrich Haas studierte. Zuvor hatte er an der McGill University einen Bachelor-Abschluss in Komposition und Musiktheorie erworben und dort bei Chris Paul Harman und Brian Cherney Komposition studiert. Ashkan besitzt außerdem einen Bachelor-Abschluss in Architektur von der Universität Teheran, wo er gleichzeitig Kompositions- und Musiktheorieunterricht bei Alireza Mashayekhi nahm.

Ashkans Musik wurde von verschiedenen internationalen Interpreten und Ensembles in Auftrag gegeben und aufgeführt, darunter Ensemble Recherche, TAK Ensemble, Oerknal Ensemble, Ensemble Mosaik, Yarn/Wire, JACK Quartet, Grossman Ensemble, Divertimento Ensemble, Ensemble Alternance, Ensemble UnitedBerlin, Exaudi, Ekmeles, Wet Ink, Talea Ensemble und le Nouvel Ensemble Moderne (NEM). Seine Arbeit erhielt Anerkennung durch zahlreiche Preise, Künstlerresidenzen und Festivalteilnahmen (Koussevitzky-Stiftung, Fromm-Stiftung, New York State Council on the Arts, zweiter Preis des Graham-Sommer-Wettbewerbs, Prix de Composition in Fontainebleau,  MacDowell-Stipendium, Civitella-Ranieri-Stipendium, Divertimento Ensemble Composers Meeting, Dialoge-Festival der Stiftung Mozarteum Salzburg, Manifeste-Festival am IRCAM CIRMMT New Music Series).

Für das akademische Jahr 2019–2020 trat Ashkan Behzadi dem Fachbereich Musik der University of Chicago als Postdoktorand im Center for Contemporary Composition bei. Seit September 2023 unterrichtet er an der Manhattan School of Music als Dozent für Musikkomposition. Die Frage der Genre-Identität bzw. der Genre-Verwischung sowie die dialektische Beziehung zwischen modernistischer Lyrik und zeitgenössischer Musik bilden seit einigen Jahren den Kern von Ashkans ästhetischen Anliegen. Strukturell zeichnet sich seine Musik durch große Detailtreue aus und vermittelt eine miniaturiartige und sanfte lyrische Landschaft. Indem er Techniken der Anspielung und des Pastiches als Grundlage seines Schaffens nutzt, zielt seine Musik letztlich darauf ab, die kollektive Erinnerung an Volksmusik zu wecken.

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Ashkan Behzadi
Farzia Fallah
© Claudia Hoehne

Farzia Fallah, geboren in Teheran/Iran, wohnt zurzeit in Köln und arbeitet international mit verschiedenen Musikern und Ensembles zusammen. Im Mittelpunkt ihres Schaffens stehen die Klang- und Zeitgestaltung. Sie setzt sich mit jedem einzelnen Instrument und seinen Klangmöglichkeiten auseinander, arbeitet gerne mit Musiker:innen zusammen und wertschätzt den Austausch mit ihnen. Sie hatte Uraufführungen mit renommierten Ensembles wie Ensemble Recherche, Ensemble Riot (London), oenm Ensemble (Salzburg), Ensemble Musikfabrik, Ensemble Aventure, Ensemble Garage, Ensemble S201, oh-Ton Ensemble, Zaafran Ensemble sowie Hypercube Quartet (New York), Sonar Quartett, Trio Catch, Zöllner-Roche Duo und Gitarrenduo Dewes-Klich. Ihre Orchesterstücke wurden u.a. vom WDR Sinfonieorchester, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und Tonhalle-Orchester Zürich gespielt. Ihr künstlerischer Weg wurde durch verschiedene Preise gefördert. 2020 bekam sie den Oldenburger Kompositionspreis für Zeitgenössische Musik, 2023 den Heidelberger Künstlerinnenpreis sowie den Deutschen Musikautor*innenpreis der GEMA in der Kategorie Nachwuchs. 2024 ist eine Porträt-CD von ihr bei WERGO in der Reihe Edition Zeitgenössische Musik erschienen. 2025 war sie als Stipendiatin in Paris (Cité Internationale des Arts). Diese Zeit war ihr von besonderer Bedeutung. Fallah engagiert sich in der freien Szene und hat von 2022 bis 2025 als Mitglied des Kuratoriums vom Musikfonds e.V . mitgewirkt. Sie pflegt auch den Kontakt zur zeitgenössischen Musikszene im Iran, wo sie nach Möglichkeiten die junge Generation unterstützt.

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Farzia Fallah
Jakob Grimm
© Emanuel A. Klempa

Jakob Grimm versteht notierte und improvisierte Musik nicht als Gegensätze, sondern als zwei Wege zu einem Klang, der unmittelbar spricht. Als Solist und Kammermusiker gilt sein Interesse Musik mit Gegenwartsbezug — von Uraufführungen bis zu Werken, die auf neue Weise gehört werden wollen. Komponisten wie Manuel Zwerger, Biagio Putignano und Mike Svoboda schreiben für ihn; Sender von ORF bis BBC Radio 3 porträtieren seine Arbeit. Seine Bassposaune ist ein Instrument der Tiefe — selten im Rampenlicht, und genau deshalb voller unentdeckter Möglichkeiten. Seine Konzerttätigkeit führt ihn in die Wigmore Hall London, die Philharmonie Berlin, die Solti Hall Budapest, die Santa Croce in Florenz und die Reitschule Grafenegg. Als Solist arbeitet er mit Dirigent:innen wie Susanne Blumenthal, Konstantia Gourzi und Verena Mösenbichler zusammen. Er ist Mitglied von Tetra Brass — einem Quartett, das die Blechbläserkammermusik so ernst nimmt, wie es sonst nur Streichquartette tun: Mit eigenem Repertoire zwischen wiederentdeckter Literatur und eigens für das Ensemble geschriebener Musik, mit gewachsener Klangsprache und einer Konzerttätigkeit, die das Quartett regelmäßig auf Festivals wie Grafenegg, Detect Classic oder Wege durch das Land führt. Im Musiktheater verlässt seine Posaune den Orchestergraben und wird Teil des Geschehens: Produktionen führen ihn an die Bayerische Staatsoper, zur Münchener Biennale, an die Schauburg München und zu Jeunesse Musicale Österreich, wo er unter anderem mit Daniella Strasfogel, Katharina Mayrhofer und dem Kollektiv Hauen und Stechen arbeitet. Darüber hinaus musiziert er mit Ensembles wie dem Bayerischen Staatsorchester, dem Klangforum Wien und dem Jazz Orchestra of the Concertgebouw. Seine Ausbildung absolvierte er in München, Wien, Amsterdam und Basel, unter anderem bei Johannes Herrlich, Uwe Füssel, Mikael Rudolfsson, Reto Bieri, Mike Svoboda und Marcus Weiss. Er ist Preisträger internationaler Wettbewerbe und wurde mit Stipendien der Orlandus Lassus Stiftung, der Heintzler Stiftung, Live Music Now und der Safran Music Foundation ausgezeichnet. Er unterrichtet Posaune und Kammermusik an der Berufsfachschule für Musik in Dinkelsbühl und ist regelmäßig Gast bei Kursen, Festivals und an Hochschulen. Als Botschafter von Buffet Crampon spielt Jakob Grimm auf einer Bassposaune von Antoine Courtois.

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Jakob Grimm
Jakub Gucik
© Grzesiek Mart

Jakub Gucik, geboren 1989, ist Absolvent der Musikakademie in Krakau (2013). Er widmet sich der zeitgenössischen und improvisierten Musik und erforscht neue klangliche Möglichkeiten auf dem Cello. Er ist Mitglied folgender Ensembles: Spółdzielnia Muzyczna Contemporary Ensemble, Attack of the Mugatu und IPT Wójciński/Bańdur/Gucik. Zudem komponiert er Theater-, elektroakustische und elektronische Musik. Gemeinsam mit Spółdzielnia Muzyczna wurde er 2021 mit dem Ernst von Siemens Ensemble-Förderpreis ausgezeichnet. Er ist viermaliger (2016–2019) Preisträger des FAMA-Festivals in Świnoujście, wo er 2018 mit dem Andrzej-Jakóbec-Preis und 2019 mit dem »Dreizack des Neptun« ausgezeichnet wurde. Beim Kompositionswettbewerb zum Gedenken an Józef Patkowski gewann er 2017 den ersten Preis.

Für 2025 erhielt er das Kreativstipendium des Ministeriums für Kultur und Nationales Erbe der Republik Polen für die Komposition von Etüden für erweiterte Cellospieltechniken. 2020 erhielt er das Kreativstipendium der Stadt Krakau für die Komposition der Cello-Miniaturen »Vastitas Borealis« (»Nördliches Ödland«). 2010 erhielt er ein Stipendium zur Teilnahme an Meisterkursen im Rahmen des Oberstdorfer Musiksommers.

Er trat u. a. bei den folgenden Festivals auf: Afekt Festival (Tallinn), Darmstädter Ferienkursen (Ensemble in Residence 2023), MaerzMusik (Berlin), Int. Young Ensemble Academy, Int. Jazz Platform, Warschauer Herbst, Sacrum Profanum, Musica Polonica Nova, Neo Arte, Ensemble-Akademie Freiburg, Dni Muzyki Nowej, Oberstdorfer Musiksommer, Audio Art und Krakow Jazz Autumn.

Er brachte polnische Erstaufführungen und Uraufführungen von Werken von Komponist:innen wie J. Kreidler, A. Mincek, F. Donatoni, S. Nemtsov, R. Eizirik, A. Schubert, M. Shlomowitz, B. Muntendorf, J. Walshe, M. Beil, S. Sciarrino, A. Baker, A. Nowak, P. Peszat, A. Kwieciński und A. Zagajewski zur Aufführung.

Er leitete Workshops und Vorlesungen an Institutionen wie der Eesti Muusika- ja Teatriakadeemia in Tallinn, der Kungliga Musikhögskolan in Stockholm, der Kunstakademie der Universität Banja Luka sowie im Rahmen der Synthetis-Kurse in Radziejowice. In Zusammenarbeit mit Cricoteka, dem MOCAK-Museum, dem Spółdzielnia Muzyczna Contemporary Ensemble und dem Krakauer Festivalbüro leitet er Workshops für Musiker:innen, Musikliebhaber:innen und Klangforscher:innen.

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Jakub Gucik
Krzysztof Guńka
© Grzegorz Mart

Krzysztof Guńka (*1990 in Cieszyn, Polen) ist Saxophonist und Performer. Im Jahr 2014 schloss er sein Masterstudium in der Saxophonklasse von Prof. Dr. habil. Andrzej Rzymkowski an der Krzysztof-Penderecki-Musikakademie Krakau mit Auszeichnung ab. 2015 absolvierte er ein postgraduales Studium in der Klasse von Univ.-Prof. Lars Mlekusch an der Konservatorium Wien Privatuniversität. 2018 promovierte er im Fach Musik an der Krzysztof-Penderecki-Musikakademie in Krakau, wo er seit 2023 als Dozent in der Saxophonklasse tätig ist.

Er nahm an zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben teil. Zu seinen wichtigsten Erfolgen zählen der 2. Preis beim 1. Polnischen Wettbewerb für Blasinstrumente in Wrocław (2007), der 3. Preis beim 6. Polnischen Saxophonfestival in Przeworsk (2006), der 3. Preis beim 8. Polnischen Saxophonfestival in Przeworsk (2008), die Teilnahme am Halbfinale beim 7. Internationalen Gustav-Bumcke-Saxophonwettbewerb in Nürnberg (2010), die Teilnahme am Halbfinale beim 1. Int. Saxophonwettbewerb »Golden Sax of Odessa« (2013), die Finalteilnahme beim hochschulinternen Wettbewerb »Debiut z Orkiestrą« (»Debüt mit Orchester«) an der Musikakademie Krakau (2014) sowie die Teilnahme am Halbfinale beim 8. Int. Michał-Spisak-Musikwettbewerb in Dąbrowa Górnicza (2014).

Krzysztof Guńka besuchte Meisterkurse bei renommierten Saxophonisten wie Arno Bornkamp, Nobuya Sugawa, Lars Mlekusch, Günter Priesner, Massimo Mazzoni und Claus Olesen. Darüber hinaus ist er in zahlreichen künstlerischen Projekten aktiv. Er tritt als Solist, Kammermusiker, Orchestermusiker sowie als Solist mit Orchester sowohl in Polen als auch international auf, unter anderem in Deutschland, Österreich, Tschechien, Ungarn und Slowenien.

Er ist Gründungsmitglied des Spółdzielnia Muzyczna Contemporary Ensemble, mit dem er den renommierten Ensemble Prize der Ernst von Siemens Musikstiftung sowie Nominierungen für den Koryfeusz Muzyki Polskiej und den Fryderyk 2022 in der Kategorie »Album des Jahres – Zeitgenössische Musik« erhielt. Neben seiner Konzerttätigkeit engagiert sich das Ensemble intensiv in der Musikvermittlung. Im Rahmen der Reihen »Otwórz Uszy! Otwórz Oczy!« (»Öffne deine Ohren! Öffne deine Augen!«) vermittelt es Wissen und Begeisterung für zeitgenössische Musik an Menschen, die nur selten mit Neuer Musik in Berührung kommen. Die Projekte entstehen u. a. in Zusammenarbeit mit dem Museum für Gegenwartskunst MOCAK in Krakau und umfassen Workshops, Vorträge, Gesprächsformate sowie Klangspaziergänge. Für Komponist:innen und alle Interessierten organisiert das Ensemble außerdem die Veranstaltungsreihe Open Space, die in Kooperation mit dem Polnischen Musikverlag (PWM) stattfindet. Im Konzertformat »Interakcje« (»Interaktionen«) wird die Aufführung zeitgenössischer Werke mit einem direkten Austausch zwischen Musiker:innen und Publikum verbunden. Im Anschluss an Gespräche mit eingeladenen Gästen haben die Zuhörer:innen Gelegenheit, Fragen zu den aufgeführten Werken zu stellen und mit den Künstler:innen persönlich über ihre Eindrücke sowie über zeitgenössische Kunst und deren interdisziplinären Charakter ins Gespräch zu kommen.

Seit 2025 ist Krzysztof Guńka Direktor der Oskar-Kolberg-Musikschule (Primarstufe) in Raciechowice. Dort unterrichtet er bereits seit 2015 Saxophon und fördert die Begeisterung für Musik und das Saxophonspiel. Sein pädagogisches Anliegen ist es, nicht nur zukünftige Instrumentalist:innen auszubilden, sondern vor allem sensible und reflektierte Kunstliebhaber:innen heranzubilden.

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Krzysztof Guńka
Eloain Lovis Hübner
© Brigitte Fink

Eloain Lovis Hübner (dey/deren, sie/ihr) ist Komponist:in mit besonderem Interesse an Verflechtungen zwischen Musizierpraxis und sozialen, natürlichen, technischen, urbanen, häuslichen und medialen Umwelten. Viele ihrer Arbeiten spielen sich im Bereich der künstlerischen Forschung ab oder beziehen Einflüsse aus Soziologie und Queer Studies ein.

Eloain studierte Komposition (Köln, Dresden, Oslo) und Angewandte Theaterwissenschaft (Gießen). Die Zusammenarbeit mit Maria Huber & Jade Boeckh (als the paranormal φeer group) sowie weiteren Künstler:innen (fast) aller Disziplinen führte zu inter-/transdisziplinären Produktionen bei den Biennalen München und Venedig, am Theater Aachen, der Deutschen Oper Berlin, HELLERAU, Volksbühne Berlin, MS Stubnitz Hamburg, Schwankhalle Bremen, Kunsthalle Bielefeld, Gare du Nord Basel, Performing Arts Festival Berlin, BAM! Berlin, Next Level Essen, SPARK Köln, Stimme X Hamburg u. a. Darunter befinden sich immersive Klang-/Raum-Konzepte, eine Online-Installation, Durationals, Musiktheater für Kinder, eine Theorieoper als TV-Gameshow sowie Projekte mit Lai:innen und Publikumspartizipation.

Eloain arbeitet regelmäßig mit Ensembles und Solist:innen aus vielen Ländern Europas zusammen. Eine enge Verbindung besteht zur Vokalmusik und zu AuditivVokal Dresden, wo dey 2023 Composer in Residence war. Mit der Solo-Albumproduktion n.o.t.i.o.n.s (2023) und dem Live-Soloprogramm Back on Stage (2024) entstand eine eigene Composer-Performer-Praxis auf Instrumenten, die Eloain (im klassischen Sinne) »nicht spielen kann«.

Lehraufträge führten Eloain an Musikhochschulen, Theaterakademien und TransArts-Programme im deutschsprachigen Raum. Dey kuratierte das niedersächsische Musik 21 Festival 2021-24 und ist vielfältig kulturpolitisch engagiert. Auszeichnungen umfassen u.a. den Kompositionspreis der Landeshauptstadt Stuttgart und den Deutschen Musikautor:innenpreis sowie Residenzen in Deutschland, Frankreich, den USA und Kanada.

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Eloain Lovis Hübner
Marijana Janevska
© Jo Titze

Marijana Janevska, geboren 1990 in Skopje, Mazedonien, ist Komponistin, Violinistin und Sängerin. Sie schloss ihr Violinstudium in der Klasse von Mihailo Kufojanakis und ihr Kompositionsstudium in der Klasse von Darija Andovska an der Musikfakultät in Skopje ab. Seit 2018 lebt sie in Hannover, wo sie 2020 ihr Masterstudium in Komposition bei Ming Tsao, Joachim Heintz und Gordon Williamson an der Hochschule für Musik Theater und Medien Hannover abschloss. 2024 schloss sie ihr Solostudium an der HMTMH bei Aaron Cassidy, Joachim Heintz und Gordon Williamson ab. In ihren Werken erforscht sie die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten von Text und Stimme zur Produktion des musikalischen Materials und die Einbeziehung körperlicher Bewegung in die musikalische Geste. Ihre Stücke wurden auf zahlreichen Konzerten und Festivals aufgeführt, darunter: Musik 21 Festival, ZKM Next Generation, Klangbrücken Festival, TRAIECT Festival, Schallfront Reverie(s) Festival, Hell Wach Festival, Musik BIENNALE, Tage für neue Musik in Zürich, TIEM Festival in Teheran, SO-NEMUS Festival, KotorART, Internationale CSOUND-Konferenz. Sie hat mit zahlreichen Ensembles zusammengearbeitet: Quartet Mivos, PRE-ART, Ensemble Ascolta, Ensemble Adapter, Ensemble Mosaik, Comet Trio, Concerto Ispirato und so weiter. Sie hat namhafte Preise und Stipendien gewonnen, darunter: Oldenburger Kompositionspreis für Neue Musik 2024, Erster Preis beim 9. Pre-Art Wettbewerb für junge Komponisten in Zürich, Klaus Huber Kompositionspreis für elektronische Musik in Hannover, Stipendien für Komponisten des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, Nothilfe/ Neustart-Stipendium der Ernst von Siemens Musikstiftung, DMR-Stipendien des Deutschen Musikrats. Marijana ist auch eine Interpretin zeitgenössischer Musik und experimentiert insbesondere mit Stimme, Violine und Elektronik.

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Marijana Janevska
Mauricio Kagel

Mauricio Kagel wurde 1931 in Buenos Aires in eine jüdischen Familie deutsch-russischer Abstammung geboren. Er studierte autodidaktisch Gesang, Dirigieren, Klavier, Violoncello und Orgel. Seine Lehrer waren u. a. Ginastera und Paz. Sein Vater gab ihm die ersten Klavierstunden, doch sein erster Lehrer war Vincenzo Scaramuzza, Pianist aus Crotone. An der Universität von Buenos Aires studierte er zusätzlich Philosophie und Literatur mit Jorge Luis Borges als Professor. Mit 16 Jahren wurde er künstlerischer Berater der Agrupacion Nueva Musica in Buenos Aires. Die ersten Kompositionen entstanden im Jahr 1950. Ein paar Jahre später gründete er das Orchester des Teatro Colon in Buenos Aires. 1957 kommt er Dank eines Stipendiums nach Köln. Dort arbeitete er im Studio für elektronische Musik und studierte Phonetik und Kommunikationswissenschaften bei Meyer-Eppler in Bonn. Daraufhin beschäftigte er sich als Dirigent, gründete 1960 das Kölner Ensemble für Neue Musik, war mehrere Jahre Dozent an den Internationalen Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik. Ab 1964 machte er sich hauptsächlich am Theater tätig. Er schrieb Filme und arbeitete als Regisseur an  einigen seiner Stücke, die dann vom Fernsehen produziert wurden. U. a. war er Leiter der Skandinavischen Kurse für Neue Musik in Göteborg, der Rheinischen Musikhochschule in Köln und der Kölner Kurse für Neue Musik sowie Professor für Neues Musiktheater an der Kölner Musikhochschule.

Fantasie, Humor, Originalität und beeindruckende Vielseitigkeit zeichnen seine Werke aus. Mauricio Kagel war einer der Hauptbegründer des Neuen Musiktheaters und nicht nur Komponist, sondern auch Regisseur und Produzent seiner Filme und Hörspiele. Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen und war oft bei Festivals Neuer Musik vertreten. Das sagte er 2008, einige Wochen vor seinem Tod, in einem Interview: »... Jeder Komponist glaubt, dass sein letztes Werk das Schönste und das Wichtigste ist, aber in meinem Leben war die Hauptsache die Kontinuität. Die Etappen sind, sagen wir, organisch; im Gegensatz zu Anderen habe ich nie plötzliche »Shocks«  gehabt, die mich zu einem neuen Kurswechsel gezwungen haben. Wenn man von Picasso spricht, zum Beispiel, spricht man von der blauen, roten, kubistischen Periode. So eine Sache gibt es für mich nicht, weil mein ganzer Verlauf kontinuierlich, und ich wiederhole, organisch ist. Sicher gibt es wichtige und weniger wichtige Stücke, aber ich bin nicht derjenige, der ihre Qualität beurteilt. Was ich sagen kann ist, dass ich in meinem ganzen Leben, wenn ich eine Partitur vollendete, ihr alle meine Anstrengung, meine ganze Seele und meine ganze Liebe zur Musik eingeflößt habe. Letztendes konnte ich immer sagen: 'so wollte ich es und so musste es gemacht werden'. Die Zukunft wird es zeigen.....«

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Mauricio Kagel
Matthias Kaul
© Maria Balabas

Matthias Kaul begann seine musikalische Laufbahn zunächst als Rock- und Jazzschlagzeuger. Sein Schlagzeugstudium und Solistenexamen absolvierte er an der Hamburger Musikhochschule.  Es folgten zahlreiche Zusammenarbeiten mit namhaften Komponisten und Interpreten, u.a. Malcolm Goldstein und Mauricio Kagel. Verschiedene Konzert-Tourneen führten Kaul nach Europa, Nord- und Südamerika, Afrika, Japan, Korea, Taiwan, Indien und Kanada. Zudem befasste er sich in Afrika intensiv mit dem Studium traditioneller Musik verschiedener Volksstämme. Als Komponist war Matthias Kaul Autodidakt. Die Uraufführungen von über 300 Werken anderer Komponisten, die zum Großteil in enger Zusammenarbeit mit Kaul entstanden sind, stellten für ihn den denkbar besten Kompositionsunterricht dar. Aufnahmen seiner Einspielungen und Kompositionen sind bei mehreren namhaften Labels zu finden. 2012 wurde seine Arbeit mit dem ECHO Klassik und dem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Darüber hinaus war er Gründungsmitglied des Ensembles L’ART POUR L’ART. Matthias Kaul starb am 1. Juli.2020 in Winsen.

Konzerte mit
Matthias Kaul
Hans Kaul
© privat

Nach Stationen am Theater im OP sowie dem JT Göttingen und einigen Jahren als Gastmusiker ist Hans Kaul 17 Jahre fest am Deutschen Theater Göttingen angestellt. Seit 2011 arbeitet er als freier Musiker, Arrangeur und Komponist. Seine neuen Aufgaben führten ihn an viele Theaterhäuser im deutschsprachigen Raum und zu mehreren Tourneen mit der Produktion »Motown – Die Legende«. Er arbeitet für das Théâtr’action in Bordeaux, das Literaturmagazin KARAVAN in Stockholm und ist Mitglied der Göttinger Theatergruppe boat people projekt. Seit 2014 gastiert Hans Kaul wieder regelmäßig als Musiker am Deutschen Theater Göttingen.

Konzerte mit
Hans Kaul
Ehsan Khatibi
© Farhad Ilaghi Hosseini

Ehsan Khatibi wurde 1979 in Teheran geboren. Er lernte Klavier und Geige sowie die Santur, das trapezförmige Zitherinstrument aus der persischen Musiktradition. Nach einem abgeschlossenen Ingenieurstudium studierte er Komposition an der Universität der Künste in Teheran. Er ist zudem Gründer des Iranain Percussion Ensemble for New Music, das er mehrere Jahre dirigierte. 2006 wurde dem Ensemble der erste Preis der Teheraner Universität verliehen. Nach dem Umzug nach Deutschland setzte er sein Kompositionsstudium bei Manfred Trojahn an der Robert Schumann Hochschule (RSH) in Düsseldorf  fort, wo er zudem Musiktheorie bei Frank Zabel studierte.

Seinen Master in Komposition absolvierte er bei Elena Mendoza an der Universität der Künste Berlin (UDK). Er hat mehrere Stipendien erlangt, darunter das Stipendium der Stiftung Bartels Fondation 'Zum kleinen Markgräflerhof', Basel (2024), das Aufenthaltsstipendium des Künstlerhauses Lukas (2023, 2019),  das Stipendium des Deutschen Musikrats (2022), das Initial-Stipendium der Akademie der Künste Berlin (2021), das Stipendium des Musikfonds (2020) und das Arbeitsstipendium für Neue Musik Berlin (2018). Beim internationalen Kompositionswettbewerb des Nationaltheaters Mannheim wurde Ehsan Khatibi gemeinsam mit Elnaz Seyedi und Johannes Abel für eine Arbeit, die sich mit dem Roman Der Fremde von Albert Camus auseinandersetzt, mit dem zweiten Preis ausgezeichnet.

Die Werke von Ehsan Khatibi werden von namhaften Formationen wie etwa ensemble ascolta, KNM Berlin, ensemble mosaik, Ensemble aventure, Ensemble Laboratorium, Ma’alot Bläserquintett und Ensemble United Berlin aufgeführt. Seine Musik wurde auf internationalen Podien präsentiert, so beim Festival Ultraschal Berlin, Musik21 Hannover, beim Festival Mehrlicht!Musik Berlin, Dastgah Festival Hannover, bei den Cairo Contemporary Music Days, beim AFFEKT Festival Tallinn und auf dem ACIMC Festival in Paris. Ehsan Khatibi lebt als freischaffender Komponist in Berlin und lehrt an der RSH in Düsseldorf. Parallel dazu arbeitet er an seiner Promotion bei Beat Furrer an der Kunstuniversität Graz. 2025 – 2028 übernimmt Ehsan Khatibi die künstlerische Leitung des Musik 21 Festivals.

https://ehsankhatibi.com
Konzerte mit
Ehsan Khatibi
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Marina Kifferstein
© Titilayo Ayangade

Marina Kifferstein ist eine in New York City lebende Geigerin und kreative Künstlerin. Marina fühlt sich sowohl auf großen internationalen Bühnen als auch in DIY-Räumen gleichermaßen zu Hause und blickt auf eine vielfältige Karriere zurück, die zeitgenössische Kammermusik, Improvisation, Komposition, klassische Musik sowie verschiedene experimentelle Praktiken umfasst – aus den Perspektiven von Performance, Kuration, Pädagogik, Verwaltung und Wissenschaft. Sie ist Gründungsmitglied des TAK-Ensembles und des Streichquartetts The Rhythm Method, Mitglied des Lucerne Festival Contemporary Orchestra sowie regelmäßige Gastmusikerin beim International Contemporary Ensemble und dem Wet Ink Large Ensemble. Als aktive Tournee-Künstlerin führten sie ihre jüngsten Auftritte nach Asien, Europa, Südamerika, Kanada und quer durch die kontinentalen USA. Marina hat Lehrämter an der United Nations International School, bei Point Counterpoint, am Composer’s Institute des Lake George Music Festivals, bei der Composers Conference und am TAK LAB inne und leitet das ganze Jahr über Residenzen an Universitäten und Konservatorien. Ihr bevorstehendes Soloalbum »Strand Line« wird im Oktober 2026 bei Gold Bolus Recordings erscheinen. Marina hat einen BA und einen BM von der Oberlin Conservatory of Music, einen MM in zeitgenössischer Musikaufführung von der Manhattan School of Music sowie einen DMA vom CUNY Graduate Center, wo sich ihre Forschung auf Kammermusik für Streicher in rationaler Intonation konzentrierte.

https://www.marinakifferstein.com
Konzerte mit
Marina Kifferstein
Seayoung Kim
© privat

Seayoung Kim (*1988 in Songtan, Südkorea) studierte Violine an der Seoul National University sowie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Prof. Ulf Schneider. Sie ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Violinwettbewerbe und konzertierte als Solistin mit renommierten Orchestern in Europa. Seayoung Kim spielte eine Violine von Giovanni Grancino (Mailand, 1675) aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds und wurde mit dem Gerd-Bucerius-Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben ausgezeichnet. Seit 2018 ist Seayoung Kim 2. Konzertmeisterin des Göttinger Symphonieorchesters.

Konzerte mit
Seayoung Kim
Ensemble L’ART POUR L’ART
© Achim Duwentäster

L´ART POUR L´ART gehört zu den eigenwilligsten Formationen und ist eines der bedeutenden Ensembles für zeitgenössische Musik. 1983 von den Musikern Matthias Kaul, Astrid Schmeling und Michael Schröder gegründet, umfasst L´ART POUR L´ART einen festen Kreis von Musikern, die je nach erforderlicher Besetzung in unterschiedlichen Konstellationen oder solistisch arbeiten. In weltweiter Konzerttätigkeit, in der Zusammenarbeit mit Komponisten auf internationaler Ebene, in unzähligen Ur- und Erstaufführungen, in hochgelobten CD-Einspielungen und Rundfunkproduktionen umfasst die Arbeit vielseitige Ansätze. L’ART POUR L’ART wurde u.a. mit Preisen der PwC-Stiftung, des Preis der deutschen Schallplattenkritik 2012 (Bestenliste und Jahrespreis) und dem Echo Klassik 2012 ausgezeichnet. 1998 gründete sich der Verein der Freunde und Förderer des Ensembles L’ART POUR L’ART Niedersachsen e.V., um die Arbeit des Ensembles zu unterstützen: Förderung des Musikschaffens durch Vergabe von Kompositionsaufträgen, Veranstaltung des kulturellen Konzeptes »ZuHören in Winsen«, interdisziplinäre Kultur-Aktivitäten, pädagogisch-künstlerische Projekte mit Kindern und Jugendlichen. Nach dem Tod von Matthias Kaul 2020 obliegt die Künst- lerische Leitung des Ensembles der Flötistin Astrid Schmeling und dem Pianisten Hartmut Leistritz.

http://www.lartpourlart.de
Konzerte mit
Ensemble L’ART POUR L’ART
Macarena Rosmanich le Roy
© Dario Scandura

Macarena Rosmanich le Roy wurde in Santiago, Chile, geboren. Sie begann sie früh ihre Musikausbildung und widmete sich dann ganz der Komposition. Sie schloss ihr Studium an der Universität von Chile mit Auszeichnung ab, wo sie bei den Komponisten Aliosha Solovera und Jorge Pepi Alos studierte. 2014 setzte sie ihr Studium  bei dem Komponisten José María Sánchez Verdú an der Robert Schumann-Musikhochschule in Düsseldorf fort und schloss ihr Masterstudium an der Universität Freiburg bei dem Komponisten Johannes Schöllhorn ab. In ihrer Arbeit können Situationen widersprüchlich, unerwartet, mehrdeutig

sein. Es ist keine Schrift, die den Gesetzen der Logik oder Vernunft gehorcht. Alles, was zu Beginn projiziert wird, sind allgemeine Linien, die in dem Moment, in dem sie in das Schreiben eintritt, permanent verändert werden. Ihre Werke wurden in Lateinamerika, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Luxemburg aufgeführt. Ihr Werk »...wie ein kolossales Gewehr...« für 13 Instrumente wurde vom Ensemble MusikFabrik beim Festival Lange Nacht der Neuen Musik in Düsseldorf aufgeführt. »my voice tarnishes the century« für Quartett wurde in Weimar vom Recherche Ensemble uraufgeführt, ihr Streichtrio mit Klavier »y cae la tarde roaring...« wurde vom Lucilan Ensemble in Luxemburg und »Cenizas« vom Multilaterále Ensemble in Frankreich aufgeführt. Sie hat mehrere Kurse und meisterkurse bei vielen verschiedenen Komponisten besucht, darunter Isabel Mundry, Tristan Murail, Chaya Czernowin, Beat Furrer und andere.

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Macarena Rosmanich le Roy
Krešimir Lulić
© Tong Li

Krešimir Lulić wurde in Zagreb, Kroatien, geboren, wo er seine musikalische Grund- und Mittelstufenausbildung absolvierte. Sein Bachelor- und Masterstudium schloss er an der Royal Danish Academy of Music in Kopenhagen, Dänemark, in der Klasse von Prof. Geir Draugsvoll ab.

Im akademischen Jahr 2020/21 war er im Rahmen des Erasmus-Programms Student an der Sibelius-Akademie in Helsinki, Finnland, in der Klasse von Prof. Veli Kujala.

Er trat bei Konzerten und internationalen Wettbewerben in verschiedenen Ländern auf, darunter Kroatien, Dänemark, Österreich, Italien, Serbien und Spanien. Er gewann den ersten Preis beim Int. Akkordeonwettbewerb in Pula, Kroatien, im Jahr 2009, sowie beim Kroatischen Akkordeonwettbewerb in Daruvar, Kroatien, im Jahr 2016. Für herausragende Leistungen auf dem Akkordeon und die Erstplatzierung beim Kroatischen Wettbewerb für Kammerensembles erhielt er 2015 den Preis »Oskar znanja«. Als Solist gewann er 2022 zudem den renommierten Int. Akkordeonwettbewerb in Arrasate (Spanien). Als Mitglied eines Ensembles wirkte er an mehreren Projekten mit Theatern und Opernhäusern mit, darunter das Zagreb Youth Theatre in Kroatien, die Royal Danish Opera in Dänemark und das Playbox Theatre im Vereinigten Königreich.

Im Juni 2023 brachte er im Rahmen der Konzertreihe Amager Electronics ein neues Stück für Akkordeon und Elektronik von Anders Skibsted zur Uraufführung. Im Dezember 2023 spielte er außerdem während seiner Tournee in Spanien die Uraufführung eines Solostücks für Akkordeon von Álvaro Leoncio.

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Krešimir Lulić
David Merz
© privat

David Merz lebt mit seiner Familie in Küttigen. Er ist seit seiner Jugend von Musikelektronik fasziniert. Er experimentiert leidenschaftlich gerne mit Samplern, Synthesizern, Computern und Effektgeräten und bastelt mit Begeisterung an Instrumenten und Maschinen. Im Jahr 2017 fand er seine berufliche Erfüllung als Betreuer von Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung. Unter der Anleitung von David Merz haben die Teilnehmenden der Produktion »L’Invitation« auseinfachen Mitteln ein simples, funktionstüchtiges Loop-Gerät (Instrument) aus Kunststoffflaschen gebaut.

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David Merz
Holger Michalski
© privat

Holger Michalski absolvierte seine Kontrabass-Ausbildung bei Werner Schröder in Kassel und bei Klaus Trumpf in Berlin. Hinzu kamen Meisterkurse bei Klaus Trumpf und Gary Karr. Sein Faible für Jazz und Fusion bescherte ihm schon in jungen Jahren vielfältige Erfahrungen durch Konzerte und Schallplattenaufnahmen mit nationalen wie internationalen Jazzmusikern. Mit dem Göttinger Symphonieorchester, in dem er von 1983 bis 2024 tätig war, führte Holger Michalski als Solist Kontrabass-Konzerte von Giovanni Bottesini, Serge Koussevitzky und Nino Rota auf. 1991 wurde er Preisträger beim 1. Int. Kontrabass-Wettbewerb der »International Society of Bassists« in Mittenwald/Deutschland. Holger Michalski spielte mit namhaften Orchestern Konzerte in Europa, Südamerika, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Asien. Mit seinem 2005 gegründeten Blue Chamber Quartet nahm er drei international gewürdigte CDs auf. Er war zu Gast bei Kammermusikfestivals in Europa und er konzertierte regelmäßig mit Ensembles wie der Cappella Andrea Barca des Pianisten András Schiff. Mit seiner Ehefrau, der Konzertpianistin Julia Bartha, verbindet ihn eine rege Konzerttätigkeit – 2021 widmete der amerikanische Komponist Allen Shawn dem Künstlerpaar eine zweisätzige Komposition für Kontrabass und Klavier: »Aria Caprice«. Holger spielt einen Kontrabass von Antonio Pedrinelli (1781–1854, Crespano del Grappa)

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Holger Michalski
Charlotte Mundy
© Alice Plati

Die kanadische Sopranistin Charlotte Mundy ist dafür bekannt, dass sie bei der Aufführung zeitgenössischer Musik leidenschaftliches Engagement und eine kaleidoskopisch breite Klangpalette einbringt. Sie wurde als »Wagemutige mit unerschütterlichem Rückgrat« (SF Classical Voice) und als »faszinierend« (New York Times) bezeichnet. Zu den Höhepunkten ihrer Spielzeit 2026/27 zählen die Weltpremiere von Bára Gísladóttirs »Good Vibes Only« an der Deutschen Oper Berlin, die Weltkonzertpremiere von Suzanne Farrins Oper »Macabéa« im Miller Theatre in New York City sowie fünf szenische Aufführungen von Steve Reichs »Music for 18 Musicians« in der Park Avenue Armory in New York City.

Als Mitglied des TAK-Ensembles und des Vokalensembles Ekmeles wird Mundy in der Schweiz, in Lettland, den Niederlanden, Deutschland und in Montreal auftreten. Zu ihren jüngsten Projekten als Solistin zählen die ortsspezifische Oper »Newtown Odyssey« von Kurt Rohde und Marie Lorenz, Uraufführungen von Konzertwerken von Alyssa Regent und Aida Shirazi, eine Tournee mit Morton Feldmans »Three Voices« sowie die Premiere eines neuen gemeinsamen Multimedia-Projekts mit Christian Quiñones.

https://charlottemundy.com
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Charlotte Mundy
Alina Rolli
© privat

Alina Rolli ist eine Schweizer Songwriterin und Musikerin aus Baden (CH). Ihre Fähigkeit zum Storytelling ist ein zentrales Element ihrer Musik, die eine fesselnde Mischung aus Pop, Rock und Indie darstellt. 2022 erschien ihre Debüt-EP »User Not Found«. Nach mehreren Single-Releases erscheint am 12. Dezember 2025 ihr Debüt-Album »Zuckerallergie«, auf dem sich alles von Punk-Pop bis zu Piano-Balladen finden lässt. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle – getragen von vielfältigen Musikstilen.

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Alina Rolli
Bahar Royaee
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Die akustische und elektroakustische Musik der iranischen Komponistin und Sounddesignerin Bahar Royaee wurde als „gelungene poetische Beschwörung, voller
Ideen und Farben“ (Classical Voice North America) und als „eindringlich“ (Boston Arts Review) gelobt.

Als Preisträgerin des „Opera America Discovery Grant 2025“ und des „Fromm Foundation Commission Awards 2022“ komponiert Bahar Musik für verschiedene Genres, von Oper, Theater und Film bis hin zur Kammermusik. Ihre Werke wurden von namhaften Ensembles wie dem International Contemporary Ensemble, dem Talea Ensemble, dem Fabriqk Quartett, dem Splice Ensemble und Lamnth aufgeführt.

Zu den bedeutenden Kammermusikauftritten zählen das Ojai Festival 2025 mit Ross Karre, das ECLAT-Festival 2025 in Deutschland mit dem FabrikQuartett, die Biennale in Venedig, Italien, 2024 mit Hannah Levinson, die Festspiele in Deutschland mit dem Ensemble Opus21 (2024), die Composer Conference Gala 2024, Ultraschall Berlin mit Muriel Razavi (2023), den Berliner Preis für junge Künstler mit Adam Woodward (2023), das ICE-Festival in Deutschland mit dem Ensemble Tempus Konnex (2022), das Teheraner Festival für elektroakustische Musik (2022) sowie das „Time: Spans“-Festival (2020) mit dem International Contemporary Ensemble und Suzanne Farrin.

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Bahar Royaee
Anton Säckl
© Lea Dietrich

Anton Säckl wurde 1969 in Altötting/Bayern geboren. Bereits im Alter von 14 Jahren wird er am Mozarteum Salzburg als Jungstudent für Konzertfach Klarinette, Nebenfach Klavier, aufgenommen. Am Mozarteum absolviert er 1992 sein Konzertexamen mit Auszeichnung und vier Jahre später schließt er noch ein Instrumentalpädagogikdiplom an der MHS Detmold/Dortmund ab. Direkt danach bringt ihn ein Dreijahresvertrag beim Göttinger Symphonie Orchester in die Leinestadt, in der er seit 1996 lebt. Im Jahr 2000 wird er für »Pariser Leben« zum ersten Mal am Deutschen Theater Göttingen engagiert, an dem er seitdem als Reed-Bläser (Klarinetten/Saxophone/Flöten) in zahlreichen Produktionen mitwirkte, zuletzt in »America first«, »Frankie Boy«, »Lazarus«, »Woyzeck« und »Rocky Horror Show«. Weitere Engagements führen ihn an die Staatsoper in Braunschweig, das Theater für Niedersachsen/Hildesheim, Musica Viva/ Glocke Bremen und zu zahlreichen Solo- und Kammermusikauftritten. In den letzten Jahren ist er immer wieder als Theaterfotograf auch für das Deutsche Theater Göttingen tätig. Seine musikalische Leidenschaft gibt er an verschiedenen Göttinger Gymnasien als Instrumentallehrer weiter.

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Anton Säckl
Astride Schlaefli
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Astride Schlaefli arbeitet als freischaffende Komponistin, Regisseurin und Musikerin und in den Bereichen Musiktheater und Performance. Sie absolvierte einen Sekundarlehramt für Kunst und Musik an der Universität Bern und ein Klavier- und Musiktheater- Studium an der Hochschule der Künste, Bern. Sie ist Gründerin des Collectif barbare (2006) und inszeniert unter diesem Label Musiktheater, Performances und Installationen. Diese finden in Innen-, sowie im Aussenraum statt. Ihre Projekte werden in der Schweiz z.B. am Theater Winkelwiese Zürich, am Gare du Nord Basel, am Théâtre des Osses Fribourg gespielt, und in Ausland in Berlin, (BAM! Berliner Festival für aktuelles Musiktheater), New York (Performance Space Panoply) und Budapest (Transparent Sound New Music Festival). Ihre Arbeit ist von Musik, Klang und Poesie geprägt und schafft Raum für Humor und verschrobene Bilder oder Situationen. Ihre Vorliebe für experimentelle und radikale Konzepte zeigt sich beispielsweise in folgenden Produktionen: »Crescendo« (Komposition für 47 Klaviere, 2005), »Pianiste« (Solo für Pianistin ohne Klavier, 2012), »konzerten« (mit 55 Rekruten der Armeespiels Aarau, 2018) oder auch »Winterreise« (in der unbeheizten Alte Reithalle in Aarau, Februar 2019). Astride Schlaefli arbeitet gerne ortspezifisch, wie in »Nachtreise« (im Garten und Keller des Theaters Winkelwiese in Zürich, 2016), »Sitcom« (6-teilige Performance im Format einer Reality-TV Serie im öffentlichen Raum, 2012) oder »Happy forever« (Installation im Keller des »Palazzo Wyler«), zusammengestellt aus authentischen, liegengelassenen Gegenständen ehemaliger Bewohner des Mehrfamilienhauses. Ihre Produktionen sind auch stark installativ und verzichten zum Teil auf live Darsteller:innen, wie mit »REVOX – A Tale of Phantoms« oder »Der Krieg mit den Molchen« (Koproduktion mit Krähenbühl& Co). Die Narration wird dann vom Ton, Objekten und Licht getragen.

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Astride Schlaefli
Armelle Scholl
© privat

Geboren in Basel, lebt Armelle in Biel und arbeitet als Musikerin und Komponistin. Nach ihrem klassischen Klavier-Studium an der Hochschule der Künste Bern erweiterte sie ihr Tätigkeitsfeld um experimentelles elektronisches Schaffen (Bachelor of Music and Media Arts in Bern) und dann um improvisierte Musik (Master of Improvisation in Basel). Sie studierte u.a. bei Rada Petkova, Daniel Weissberg, Alfred Zimmerlin und Fred Frith. Als kreative und vielseitige Multiinstrumentalistin ist sie in den verschiedensten Bereichen tätig, von klassischem und Jazz-Klavier, über live-elektronische Aufführungen und Installationen, über Kompositionen für Tanz- und Theateraufführungen bis hin zur improvisierten Musikszene.

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Armelle Scholl
Bernd Schumann
© Noreen Hirschfeld

Bernd Schumann wurde 1979 in Chemnitz geboren und wuchs in Dresden auf. Von 1997 bis 2000 war er Mitglied der Komponistenklasse Halle-Dresden und erhielt Unterricht bei Uwe Krause und Silke Fraikin. Er absolvierte dann zunächst die Tonmeisterausbildung an der Hochschule für Musik in Detmold, studierte anschließend in Detmold, Bremen, Hamburg und Leipzig Komposition und Elektroakustische Musik, u.a. bei Prof. Martin Christoph Redel, Joachim Heintz und Prof. Ipke Starke, was er 2007 mit Diplom und 2012 mit Konzertexamen abschloss. Nach Stationen beim Es-Dur-Tonstudio in Hamburg und am Anhaltischen Theater in Dessau arbeitet er seit 2011 als Ton- und Videotechniker am Deutschen Theater Göttingen. Als Komponist ist er vor allem im Bereich der Instrumental-, live-elektronischen und akusmatischen Musik tätig, schreibt gelegentlich aber auch Musik zu Hörspielen, Theaterstücken und Experimentalfilmen. Seine Werke wurden bislang in mehreren europäischen Ländern, den USA, Mexiko und Russland aufgeführt. Er gewann mehrere internationale Preise, u.a. im Wettbewerb der Tschechischen Gesellschaft für Elektronische Musik, im InNova Musica Wettbewerb in Andorra und zuletzt in 2020 den Wettbewerb der Franz-Josef-Reinl-Stiftung in Österreich, zudem war er Kompositions-Stipendiat des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur. 2017 gründete er die »Göttinger Abende Zeitgenössischer Musik«, eine Konzertreihe für Neue Musik, die er bis heute leitet.

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Bernd Schumann
Kilian Schwoon
© Anja Segermann

Kilian Schwoon wurde 1972 in Hannover geboren. Er studierte Komposition bei Nicolaus A. Huber und elektronische Komposition bei Dirk Reith an der Folkwang Hochschule in Essen und setzte anschließend seine Studien am Centro Tempo Reale in Florenz bei Luciano Berio fort. Seine Kompositionen wurden auf verschiedenen Festivals aufgeführt (ISCM Weltmusiktage, Witten, Nuova Consonanza etc.), interpretiert von Musikern wie Ensemble Modern, Ictus, L’ART POUR L’ART, E-MEX und Schlagquartett Köln. Seit 2007 ist er als Professor für elektroakustische Komposition an der Hochschule für Künste Bremen tätig. Sein Interesse an der Verbindung vokaler, instrumentaler und elektronischer Mittel führte ihn auch zu einer intensiven Tätigkeit als Interpret und Forscher auf dem Gebiet der Live-Elektronik, wobei Realisationen der Werke Berios an weltweit bedeutenden Konzerthäusern einen Schwerpunkt bildeten. Außerdem entwickelt er Klanginstallationen und war an zahlreichen audiovisuellen Projekten beteiligt, vor allem in Zusammenarbeit mit der Choreographin und Regisseurin Claudia Lichtblau.

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Kilian Schwoon
Jack Sheen
© Laura Hilliard

Jack Sheen ist ein Dirigent und Komponist aus Manchester, der für seinen innovativen Ansatz beim Musizieren bekannt ist, bei dem er orchestrale Traditionen mit einer weitreichenden interdisziplinären Perspektive verbindet. Sein eigenes musikalisches Schaffen umfasst Orchester- und Kammermusikkompositionen, Installationen sowie ortsspezifische räumliche Performances. Dabei bringt er sein kompositorisches Verständnis in seine Interpretationen des Kernrepertoires ein, die für ihre Präzision und Einsicht gelobt werden.

Sheen hat einige der weltweit führenden Orchester dirigiert, darunter das London Symphony Orchestra, das BBC Symphony Orchestra, das BBC Scottish Symphony Orchestra, das BBC Philharmonic Orchestra und das London Philharmonic Orchestra sowie Ensembles, die auf zeitgenössische Musik spezialisiert sind, wie das
Lucerne Festival Contemporary Orchestra, das Ensemble 10:10, das Bit20 Ensemble und die London Sinfonietta. In dieser Saison gibt er sein Debüt beim Ulster Orchestra, bei BBC NOW, der Manchester Camerata und dem Klangforum Wien.

Auch in der Oper ist Sheen zu Hause: 2022 gab er sein Debüt am Royal Opera House, wo er die Weltpremiere von Oliver Leiths und Matt Copson’s „Last Days“ dirigierte und großen Beifall erntete; das Stück kehrt später in diesem Jahr nach Covent Garden zurück. Im Jahr 2024 dirigierte er eine „prägnante“ und „wunderbar präzise“ (The Guardian) Neuproduktion von Strawinskys „The Rake’s Progress“ mit der English Touring Opera und kehrte als Gastdirigent zum Tanglewood Music Centre zurück, wo er Sir George Benjamins „Lessons in Love and Violence“ dirigierte.

Außerhalb des Opernhauses hat er an interdisziplinären Projekten mit führenden Künstlern aus den Bereichen Bildende Kunst, Tanz und experimentelle Musik zusammengearbeitet, darunter Matthew Barney, Cerith Wyn Evans, Burrows & Fargion und Elaine Mitchener. Im Jahr 2024 leitete er gemeinsam mit anderen die London Sinfonietta bei einer seltenen Live-Aufführung von Becketts „Quad“ im Southbank Centre, gepaart mit Feldmans „For Samuel Beckett“. Als Co-Direktor des London Contemporary Music Festival hat er in der gesamten Hauptstadt ausverkaufte Veranstaltungen kuratiert, die international etablierte und lokale Künstler aus einem breiten Spektrum von Disziplinen in Programmen zusammenbringen, die als „gewagt und provokativ“ (The New York Times) und „äußerst ehrgeizig und äußerst beliebt“ (The Daily Telegraph) gepriesen wurden.

Als Komponist erhielt Sheen Kompositionsaufträge von vielen der Orchester und Ensembles, die er dirigiert, und seine Werke wurden von diesen aufgeführt; hinzu kommen Aufträge von renommierten Kunstinstitutionen wie der Biennale von Venedig, der Casa de Serralves in Porto sowie dem Londoner V&A und dem Camden Art Centre. Zu seinen jüngsten Projekten zählen „Lag“, ein räumlich konzipiertes Orchesterstück, das vom BBC SSO und Ilan Volkov für das Tectonics Festival in Auftrag gegeben wurde; „Press“, ein Klavierquintett im Auftrag der Wigmore Hall und von Apartment House; sowie „Ceremony Container“, eine räumlich konzipierte Performance im Auftrag des Ensemble Mosaik und des Berliner Silent Green.

Seine Musik wurde international im Radio ausgestrahlt und unter anderem bei den Labels LSO Live, The Trilogy Tapes, Black Truffle, SN Variations und NMC veröffentlicht.

https://www.jacksheen.com/
Konzerte mit
Jack Sheen
Judit Varga

Die in Ungarn geborene Judit Varga ist eine in Wien ansässige Komponistin für klassische Musik, Filmkomponistin, Pianistin und Universitätsprofessorin. Sie arbeitet mit renommierten Orchestern und Ensembles aus aller Welt zusammen, darunter das Ensemble Modern, das BBC Symphony Orchestra, das Radio-Symphonieorchester Wien, das Ensemble Kontrapunkte und das Riot Ensemble London. Sie hat die Musik für über 30 Theateraufführungen und Filme komponiert. In den Jahren 2013, 2014 und 2020 wurde sie von der Österreichischen Filmakademie in der Kategorie Beste Filmmusik nominiert. Ihre Filme werden auf den bedeutendsten internationalen A-Festivals gezeigt. 2016 beauftragte die Ungarische Staatsoper ihre Oper »Love in Budapest« und brachte diese mit großem Erfolg zur Uraufführung. Für ihre herausragenden Beiträge zur zeitgenössischen ungarischen Musik und zum kulturellen Leben Ungarns wurde ihr 2017 der Béla Bartók – Ditta Pásztory-Preis verliehen. 2022 erhielt Varga den Outstanding Artist Award für ihre Leistungen in der Sparte Musik vom österreichischen Bundesministerium für Kunst und Kultur. Seit 2019 ist sie Universitätsprofessorin für Komposition und Medienkomposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw).

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Judit Varga
Stuart Wheeler
© privat

Stuart Wheeler ist Sänger, Autor und Lehrer in Los Angeles. Vögel, das Mittelalter, Hymnen an das Wetter. Master-Abschluss in experimenteller Musik an der Wesleyan University.

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Stuart Wheeler
Adam Woodward
© Verena Brüning

Preisträger des Berlin Prize for Young Artists in 2023, Adam Woodward spielt regelmäßig als Mitglied des Ensemble Recherche und war Gründungsmitglied des Fabrik Quartets. Im Rahmen seiner Solo-, Kammermusik- und Orchesterauftritte trat er als Gast mit Ensembles wie dem Mivos Quartet, dem Ensemble Modern und der Sinfonietta Riga auf. Zu seinen letzten Festivalauftritten zählen ECLAT, Musica Nova, Acht Brücken und das Big Ears Festival. Während seiner Zeit beim Fabrik Quartet gewann das Quartett den ersten Preis beim Wettbewerb für zeitgenössische Musik Festmus re_cre@, den zweiten Preis sowie Sonderpreise beim John Cage Preis 2024 und nahm mit Unterstützung des Kamar Percy und Ingeborg John Stiftungspreises seine Debüt-CD auf, auf der Werke von Luciano Berio, Wolfgang Rihm, Rebecca Saunders und José Luis Escrivà Córdoba zu hören sind. Das Quartett war Ensemble in Residence bei Barcelona Modern und trat bei Festivals wie den Darmstädter Ferienkursen, dem Ensems Festival und dem Mostra Sonora Festival auf. Im Jahr 2023 wurde das Fabrik Quartet im Rahmen des InSzene-Programms des Deutschen Musikrats Podium Gegenwart ausgewählt. Woodwards musikalische Ausbildung begann bereits in seiner Kindheit in Minnesota, wo er die Konzerte seiner Lehrerinnen im Minnesota Orchestra besuchte. Dies führte zu einer intensiven musikalischen Ausbildung bei Sommerfestivals wie Madeline Island Chamber Music und der Lucerne Festival Academy. Als Absolvent der Shepherd School of Music an der Rice University und der Brigham Young University studierte Woodward Violine bei Paul Kantor und Monte Belknap, bevor er sich an der Internationale Ensemble Modern Akademie auf zeitgenössische Musik spezialisierte und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt bei Lucas Fels und Tim Vogler Streichquartett und Kammermusik studierte. An einem ruhigen Abend liest Adam gerne, tauscht Buchempfehlungen aus, lernt Sprachen wie Deutsch und Russisch oder hört sich ein Album an.

https://www.adam-woodward.com
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Adam Woodward
Tomoya Yokokawa
© CAP Media

Tomoya Yokokawa studierte Komposition an der Tokyo Gakugei Universität, der Kunstuniversität Graz und der Universität der Künste Berlin. Zu seinen Lehrern zählten Elena Mendoza, Klaus Lang, Masahiro Yamauchi, Choji Kaneta und Miyuki Shiozaki. Er erhielt zahlreiche Stipendien, unter anderem vom Deutschen Musikrat, von DAAD und der Ad Infinitum Foundation sowie dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, das ihm 2023 einen sechsmonatigen Aufenthalt im Künstlerdorf Schreyahn ermöglichte.

Zu seinen Erfolgen zählen der 1. Preis beim internationalen Kompositionswettbewerb »Città di Udine« 2023 (Soloinstrumente) und beim Wettbewerb »Torre della Quarda« 2018 (Kammermusik). 2023 war er zudem Finalist beim Claussen-Simon-Kompositionspreis. Komponieren ist für Yokokawa ein Dialog des innersten Selbst mit dem Unsichtbaren - ein spiritueller und mystischer Prozess, der den Kern seiner Musik bildet. Vielleicht liegt gerade darin die besondere Bedeutung der traditionellen japanischen Musik für ihn: Seine erste Oper »Konjiki Yasha« (»Der goldene Dämon«), deren Musiksprache vom Nō-Theater inspiriert ist, wurde 2018 an der Oper Graz uraufgeführt. 2026 folgte am Mitsukoshi-Theater in Tokio die Uraufführung von »Star picking«, einem Werk für das traditionelle japanische Hoforchester Gagaku-Musik, die an Klänge erinnern möchte, die die Welt vielleicht vergessen haben könnte.

Konzerte mit
Tomoya Yokokawa