Seit vielen Jahren sind umfassende Experimente und Improvisationen auf Instrumenten sowie die Entwicklung radikal anderer Spieltechniken oder baulicher Erweiterungen integrale Bestandteile der kompositorischen Praxis von Eloain Lovis Hübner. Diese spiegeln sich in Ensemblekompositionen ebenso wider wie in Composer-/Performer-Arbeiten, in denen Hübner Instrumente spielt, die dey »nicht spielen kann«. Am deutlichsten jedoch spricht dieses Interesse am Erforschen des baulichen Materials und seiner physikalischen Eigenschaften aus einer Reihe von Solostücken, die seit 2020 entstanden sind.
Ein Solokonzert für vier Musiker
Die »Vier kurzen Stücke für erweiterte Posaune«, 2022 während eines Aufenthalts in der Niedersächsischen Stipendiat:innenstätte Künstlerhof Schreyahn entstanden, wurden im selben Jahr beim Musik 21 Festival uraufgeführt., seither beim Label NEOS auf CD veröffentlicht, von mehreren Posaunist:innen aufgegriffen und durch deren Erfindergeist verfeinert und individuell ausgeformt. »E 56.9« für Cello und »T 5.48« für Saxophon setzen Hübners enge Zusammenarbeit mit dem Krakauer Ensemble Spółdzielnia Muzyczna fort und sind den Ensemblemitgliedern Jakub Gucik und Krzysztof Guńka gewidmet – den perfekten »Partners in Crime« bei der experimentellen Erweiterung der spieltechnischen Grenzen ihrer jeweiligen Instrumente. Als klanglicher Kontrast ist das ruhige Akkordeonstück »gestalt und zersetzung 1« beim Musik 21 Festival (2026 in Göttingen) erstmals in Deutschland zu hören.
Das Konzert wird ermöglicht durch ein Stipendium des Künstlerhof Schreyahn.
»Vier kurze Stücke für erweiterte Posaune«, Nr. 1 (2022, 3’)
»E 56.9« für Violoncello solo (2025, 14’)
»Vier kurze Stücke für erweiterte Posaune«, Nr. 2 & 3 (2022, 6’)
»gestalt und zersetzung 1« für Akkordeon solo (2020/21, 12’, Deutsche Erstaufführung)
»Vier kurze Stücke für erweiterte Posaune«, Nr. 4 (2022, 3’)
»T 5.48« für Tenorsaxophon solo (2025, 16’)
Eloain Lovis Hübner, Komposition
Jakob Grimm, Posaune
Jakub Gucik, Violoncello
Krešimir Lulić, Akkordeon
Krzysztof Guńka, Tenorsaxophon
»Vier kurze Stücke für erweiterte Posaune«
Ceci n’est pas un trombone. Ceci, c’est: Ein langes Rohr mit einem dünnen Anfang und einem breiten Ende. Ein Input, ein Output (und vor dem Input normalerweise, aber nicht notwendigerweise, eine Art Vorverstärker). Dazwischen verschiedene Möglichkeiten, den Signalweg zu verlängern, zu öffnen, umzuleiten, abzuleiten, neu zu verkabeln, neu zu patchen, externe Plug-ins einzubinden, neue Ausgänge zu schaffen. In der Mitte ein Ventil als Kreuzung/Weiche/Schaltzentrale/Gate/On-Off-/1-oder-0-Schalter. Ceci n’est pas un trombone. Ceci, c’est: ein fragiles, wandelbares System.
»E 56.9« / »T 5.48«
»Density 21.5.« nannte Edgar Varèse 1936 ein Solostück für Flöte, das trotz seiner kurzen Dauer von vier Minuten zu den wegweisen Werken für dieses Instrument gezählt wird, und bezog sich dabei auf die Dichte des Elements Platin, aus dem die Flöte, für die er schrieb, gebaut war. Es gehört eher in den Bereich charmanter Zufälle – oder Serendipitäten –, dass ich knapp 90 Jahre später ähnliche Titel für meine Solostücke für Tenorsaxophon und Cello wählte. Die Buchstaben- und Zahlenkürzel »T 5.48« und »E 56.9« stehen weder für algorithmische Codes noch für bestimmte Eigenschaften eines bestimmten Stoffs. Um Chemie geht es aber doch, genauer gesagt: Um Biochemie, nämlich um die Hormone Testosteron und Estradiol. Wer sich ein bisschen mit Endokrinologie auskennt, weiß: Diese beiden Werte im Zusammenspiel beziffern einen äußerst ambivalenten Zustand, ein extaktes Dazwischen zwischen den Normwerten für cis-geschlechtliche Frauen und cis-geschlechtliche Männer. Mich haben diese scheinbar technischen Zahlen sehr bewegt darin, wie sie, je nachdem, einen Kipppunkt markieren oder aber einen Balanceakt, einen Zwischenzustand, der bewusst im Transit erlebt werden, aber auch eine Festlegung im vermeintlich Nicht-Festgelegten markieren kann.
Aber »T 5.48« und »E 56.9« sind keine Programmmusik, die irgendetwas beschreiben oder nachzeichnen würden, sie stehen sich auch nicht gegenüber wie zwei Pole. Ihr Verhältnis zueinander ist nicht das von Laut und Leise, Schnell und Langsam oder Fröhlich und Traurig – sondern beide sind, mit etwas anderem Startpunkt, auf Erkundungstour mitten auf dem Ozean des Dazwischen, und sie leben vom nicht völlig Kontrollier- und Vorhersehbaren, sicherlich auch vom Rausch. Sie sind auf subtile Art und Weise aufeinander bezogen, vielleicht ein bisschen wie bei der Stereoskopie, bei der zwei Fotos dasselbe Objekt aus leicht unterschiedlicher Perspektive, entsprechend dem Abstand von zwei Augäpfeln, darstellen.

Eloain Lovis Hübner (dey/deren, sie/ihr) ist Komponist:in mit besonderem Interesse an Verflechtungen zwischen Musizierpraxis und sozialen, natürlichen, technischen, urbanen, häuslichen und medialen Umwelten. Viele ihrer Arbeiten spielen sich im Bereich der künstlerischen Forschung ab oder beziehen Einflüsse aus Soziologie und Queer Studies ein.
Eloain studierte Komposition (Köln, Dresden, Oslo) und Angewandte Theaterwissenschaft (Gießen). Die Zusammenarbeit mit Maria Huber & Jade Boeckh (als the paranormal φeer group) sowie weiteren Künstler:innen (fast) aller Disziplinen führte zu inter-/transdisziplinären Produktionen bei den Biennalen München und Venedig, am Theater Aachen, der Deutschen Oper Berlin, HELLERAU, Volksbühne Berlin, MS Stubnitz Hamburg, Schwankhalle Bremen, Kunsthalle Bielefeld, Gare du Nord Basel, Performing Arts Festival Berlin, BAM! Berlin, Next Level Essen, SPARK Köln, Stimme X Hamburg u. a. Darunter befinden sich immersive Klang-/Raum-Konzepte, eine Online-Installation, Durationals, Musiktheater für Kinder, eine Theorieoper als TV-Gameshow sowie Projekte mit Lai:innen und Publikumspartizipation.
Eloain arbeitet regelmäßig mit Ensembles und Solist:innen aus vielen Ländern Europas zusammen. Eine enge Verbindung besteht zur Vokalmusik und zu AuditivVokal Dresden, wo dey 2023 Composer in Residence war. Mit der Solo-Albumproduktion n.o.t.i.o.n.s (2023) und dem Live-Soloprogramm Back on Stage (2024) entstand eine eigene Composer-Performer-Praxis auf Instrumenten, die Eloain (im klassischen Sinne) »nicht spielen kann«.
Lehraufträge führten Eloain an Musikhochschulen, Theaterakademien und TransArts-Programme im deutschsprachigen Raum. Dey kuratierte das niedersächsische Musik 21 Festival 2021-24 und ist vielfältig kulturpolitisch engagiert. Auszeichnungen umfassen u.a. den Kompositionspreis der Landeshauptstadt Stuttgart und den Deutschen Musikautor:innenpreis sowie Residenzen in Deutschland, Frankreich, den USA und Kanada.
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Jakob Grimm versteht notierte und improvisierte Musik nicht als Gegensätze, sondern als zwei Wege zu einem Klang, der unmittelbar spricht. Als Solist und Kammermusiker gilt sein Interesse Musik mit Gegenwartsbezug — von Uraufführungen bis zu Werken, die auf neue Weise gehört werden wollen. Komponisten wie Manuel Zwerger, Biagio Putignano und Mike Svoboda schreiben für ihn; Sender von ORF bis BBC Radio 3 porträtieren seine Arbeit. Seine Bassposaune ist ein Instrument der Tiefe — selten im Rampenlicht, und genau deshalb voller unentdeckter Möglichkeiten. Seine Konzerttätigkeit führt ihn in die Wigmore Hall London, die Philharmonie Berlin, die Solti Hall Budapest, die Santa Croce in Florenz und die Reitschule Grafenegg. Als Solist arbeitet er mit Dirigent:innen wie Susanne Blumenthal, Konstantia Gourzi und Verena Mösenbichler zusammen. Er ist Mitglied von Tetra Brass — einem Quartett, das die Blechbläserkammermusik so ernst nimmt, wie es sonst nur Streichquartette tun: Mit eigenem Repertoire zwischen wiederentdeckter Literatur und eigens für das Ensemble geschriebener Musik, mit gewachsener Klangsprache und einer Konzerttätigkeit, die das Quartett regelmäßig auf Festivals wie Grafenegg, Detect Classic oder Wege durch das Land führt. Im Musiktheater verlässt seine Posaune den Orchestergraben und wird Teil des Geschehens: Produktionen führen ihn an die Bayerische Staatsoper, zur Münchener Biennale, an die Schauburg München und zu Jeunesse Musicale Österreich, wo er unter anderem mit Daniella Strasfogel, Katharina Mayrhofer und dem Kollektiv Hauen und Stechen arbeitet. Darüber hinaus musiziert er mit Ensembles wie dem Bayerischen Staatsorchester, dem Klangforum Wien und dem Jazz Orchestra of the Concertgebouw. Seine Ausbildung absolvierte er in München, Wien, Amsterdam und Basel, unter anderem bei Johannes Herrlich, Uwe Füssel, Mikael Rudolfsson, Reto Bieri, Mike Svoboda und Marcus Weiss. Er ist Preisträger internationaler Wettbewerbe und wurde mit Stipendien der Orlandus Lassus Stiftung, der Heintzler Stiftung, Live Music Now und der Safran Music Foundation ausgezeichnet. Er unterrichtet Posaune und Kammermusik an der Berufsfachschule für Musik in Dinkelsbühl und ist regelmäßig Gast bei Kursen, Festivals und an Hochschulen. Als Botschafter von Buffet Crampon spielt Jakob Grimm auf einer Bassposaune von Antoine Courtois.

Jakub Gucik, geboren 1989, ist Absolvent der Musikakademie in Krakau (2013). Er widmet sich der zeitgenössischen und improvisierten Musik und erforscht neue klangliche Möglichkeiten auf dem Cello. Er ist Mitglied folgender Ensembles: Spółdzielnia Muzyczna Contemporary Ensemble, Attack of the Mugatu und IPT Wójciński/Bańdur/Gucik. Zudem komponiert er Theater-, elektroakustische und elektronische Musik. Gemeinsam mit Spółdzielnia Muzyczna wurde er 2021 mit dem Ernst von Siemens Ensemble-Förderpreis ausgezeichnet. Er ist viermaliger (2016–2019) Preisträger des FAMA-Festivals in Świnoujście, wo er 2018 mit dem Andrzej-Jakóbec-Preis und 2019 mit dem »Dreizack des Neptun« ausgezeichnet wurde. Beim Kompositionswettbewerb zum Gedenken an Józef Patkowski gewann er 2017 den ersten Preis.
Für 2025 erhielt er das Kreativstipendium des Ministeriums für Kultur und Nationales Erbe der Republik Polen für die Komposition von Etüden für erweiterte Cellospieltechniken. 2020 erhielt er das Kreativstipendium der Stadt Krakau für die Komposition der Cello-Miniaturen »Vastitas Borealis« (»Nördliches Ödland«). 2010 erhielt er ein Stipendium zur Teilnahme an Meisterkursen im Rahmen des Oberstdorfer Musiksommers.
Er trat u. a. bei den folgenden Festivals auf: Afekt Festival (Tallinn), Darmstädter Ferienkursen (Ensemble in Residence 2023), MaerzMusik (Berlin), Int. Young Ensemble Academy, Int. Jazz Platform, Warschauer Herbst, Sacrum Profanum, Musica Polonica Nova, Neo Arte, Ensemble-Akademie Freiburg, Dni Muzyki Nowej, Oberstdorfer Musiksommer, Audio Art und Krakow Jazz Autumn.
Er brachte polnische Erstaufführungen und Uraufführungen von Werken von Komponist:innen wie J. Kreidler, A. Mincek, F. Donatoni, S. Nemtsov, R. Eizirik, A. Schubert, M. Shlomowitz, B. Muntendorf, J. Walshe, M. Beil, S. Sciarrino, A. Baker, A. Nowak, P. Peszat, A. Kwieciński und A. Zagajewski zur Aufführung.
Er leitete Workshops und Vorlesungen an Institutionen wie der Eesti Muusika- ja Teatriakadeemia in Tallinn, der Kungliga Musikhögskolan in Stockholm, der Kunstakademie der Universität Banja Luka sowie im Rahmen der Synthetis-Kurse in Radziejowice. In Zusammenarbeit mit Cricoteka, dem MOCAK-Museum, dem Spółdzielnia Muzyczna Contemporary Ensemble und dem Krakauer Festivalbüro leitet er Workshops für Musiker:innen, Musikliebhaber:innen und Klangforscher:innen.

Krešimir Lulić wurde in Zagreb, Kroatien, geboren, wo er seine musikalische Grund- und Mittelstufenausbildung absolvierte. Sein Bachelor- und Masterstudium schloss er an der Royal Danish Academy of Music in Kopenhagen, Dänemark, in der Klasse von Prof. Geir Draugsvoll ab.
Im akademischen Jahr 2020/21 war er im Rahmen des Erasmus-Programms Student an der Sibelius-Akademie in Helsinki, Finnland, in der Klasse von Prof. Veli Kujala.
Er trat bei Konzerten und internationalen Wettbewerben in verschiedenen Ländern auf, darunter Kroatien, Dänemark, Österreich, Italien, Serbien und Spanien. Er gewann den ersten Preis beim Int. Akkordeonwettbewerb in Pula, Kroatien, im Jahr 2009, sowie beim Kroatischen Akkordeonwettbewerb in Daruvar, Kroatien, im Jahr 2016. Für herausragende Leistungen auf dem Akkordeon und die Erstplatzierung beim Kroatischen Wettbewerb für Kammerensembles erhielt er 2015 den Preis »Oskar znanja«. Als Solist gewann er 2022 zudem den renommierten Int. Akkordeonwettbewerb in Arrasate (Spanien). Als Mitglied eines Ensembles wirkte er an mehreren Projekten mit Theatern und Opernhäusern mit, darunter das Zagreb Youth Theatre in Kroatien, die Royal Danish Opera in Dänemark und das Playbox Theatre im Vereinigten Königreich.
Im Juni 2023 brachte er im Rahmen der Konzertreihe Amager Electronics ein neues Stück für Akkordeon und Elektronik von Anders Skibsted zur Uraufführung. Im Dezember 2023 spielte er außerdem während seiner Tournee in Spanien die Uraufführung eines Solostücks für Akkordeon von Álvaro Leoncio.

Krzysztof Guńka (*1990 in Cieszyn, Polen) ist Saxophonist und Performer. Im Jahr 2014 schloss er sein Masterstudium in der Saxophonklasse von Prof. Dr. habil. Andrzej Rzymkowski an der Krzysztof-Penderecki-Musikakademie Krakau mit Auszeichnung ab. 2015 absolvierte er ein postgraduales Studium in der Klasse von Univ.-Prof. Lars Mlekusch an der Konservatorium Wien Privatuniversität. 2018 promovierte er im Fach Musik an der Krzysztof-Penderecki-Musikakademie in Krakau, wo er seit 2023 als Dozent in der Saxophonklasse tätig ist.
Er nahm an zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben teil. Zu seinen wichtigsten Erfolgen zählen der 2. Preis beim 1. Polnischen Wettbewerb für Blasinstrumente in Wrocław (2007), der 3. Preis beim 6. Polnischen Saxophonfestival in Przeworsk (2006), der 3. Preis beim 8. Polnischen Saxophonfestival in Przeworsk (2008), die Teilnahme am Halbfinale beim 7. Internationalen Gustav-Bumcke-Saxophonwettbewerb in Nürnberg (2010), die Teilnahme am Halbfinale beim 1. Int. Saxophonwettbewerb »Golden Sax of Odessa« (2013), die Finalteilnahme beim hochschulinternen Wettbewerb »Debiut z Orkiestrą« (»Debüt mit Orchester«) an der Musikakademie Krakau (2014) sowie die Teilnahme am Halbfinale beim 8. Int. Michał-Spisak-Musikwettbewerb in Dąbrowa Górnicza (2014).
Krzysztof Guńka besuchte Meisterkurse bei renommierten Saxophonisten wie Arno Bornkamp, Nobuya Sugawa, Lars Mlekusch, Günter Priesner, Massimo Mazzoni und Claus Olesen. Darüber hinaus ist er in zahlreichen künstlerischen Projekten aktiv. Er tritt als Solist, Kammermusiker, Orchestermusiker sowie als Solist mit Orchester sowohl in Polen als auch international auf, unter anderem in Deutschland, Österreich, Tschechien, Ungarn und Slowenien.
Er ist Gründungsmitglied des Spółdzielnia Muzyczna Contemporary Ensemble, mit dem er den renommierten Ensemble Prize der Ernst von Siemens Musikstiftung sowie Nominierungen für den Koryfeusz Muzyki Polskiej und den Fryderyk 2022 in der Kategorie »Album des Jahres – Zeitgenössische Musik« erhielt. Neben seiner Konzerttätigkeit engagiert sich das Ensemble intensiv in der Musikvermittlung. Im Rahmen der Reihen »Otwórz Uszy! Otwórz Oczy!« (»Öffne deine Ohren! Öffne deine Augen!«) vermittelt es Wissen und Begeisterung für zeitgenössische Musik an Menschen, die nur selten mit Neuer Musik in Berührung kommen. Die Projekte entstehen u. a. in Zusammenarbeit mit dem Museum für Gegenwartskunst MOCAK in Krakau und umfassen Workshops, Vorträge, Gesprächsformate sowie Klangspaziergänge. Für Komponist:innen und alle Interessierten organisiert das Ensemble außerdem die Veranstaltungsreihe Open Space, die in Kooperation mit dem Polnischen Musikverlag (PWM) stattfindet. Im Konzertformat »Interakcje« (»Interaktionen«) wird die Aufführung zeitgenössischer Werke mit einem direkten Austausch zwischen Musiker:innen und Publikum verbunden. Im Anschluss an Gespräche mit eingeladenen Gästen haben die Zuhörer:innen Gelegenheit, Fragen zu den aufgeführten Werken zu stellen und mit den Künstler:innen persönlich über ihre Eindrücke sowie über zeitgenössische Kunst und deren interdisziplinären Charakter ins Gespräch zu kommen.
Seit 2025 ist Krzysztof Guńka Direktor der Oskar-Kolberg-Musikschule (Primarstufe) in Raciechowice. Dort unterrichtet er bereits seit 2015 Saxophon und fördert die Begeisterung für Musik und das Saxophonspiel. Sein pädagogisches Anliegen ist es, nicht nur zukünftige Instrumentalist:innen auszubilden, sondern vor allem sensible und reflektierte Kunstliebhaber:innen heranzubilden.